Anti-Giftköder-Training, wenn Du draußen kaum noch einen Moment wegsehen kannst.
Dein Hund nimmt Essensreste, Kot, Taschentücher oder andere Fundstücke so schnell auf, dass Du oft erst reagieren kannst, wenn sie schon in seinem Maul verschwunden sind?
Dann braucht ihr mehr als ein „Lass das“, das nur zu Hause mit einem sichtbaren Leckerchen funktioniert. Wir begleiten euch drei Monate lang und bauen mehrere Fähigkeiten auf, die euch draußen wirklich helfen. Dein Hund lernt, Fressbares liegen zu lassen, sich davon abzuwenden, Fundstücke anzuzeigen und Aufgenommenes wieder abzugeben.
Warum wir euch drei Monate begleiten: Nicht, weil dein Hund zwölf Wochen braucht, um eine Übung zu verstehen. Der entscheidende Teil beginnt danach. Dein Hund muss lernen, dass dieselbe Strategie auch bei anderem Futter, an einem anderen Ort, im hohen Gras und bei einem unerwarteten Fundstück gilt. Wir beobachten, wo diese Übertragung noch nicht gelingt, und verändern das Training, bevor ihr draußen wieder allein vor demselben Problem steht.
Vielleicht suchst Du den Boden längst ununterbrochen mit den Augen ab.
Wenn dein Hund Dinge blitzschnell aufnimmt oder sogar hinunterschluckt, geht es nicht um eine lästige Angewohnheit. Es geht um seine Gesundheit und um die Sorge, beim nächsten Mal nicht rechtzeitig zu sein.
Du bist beim Spaziergang ständig auf der Hut
Vielleicht gab es bereits einen Tierarztbesuch oder einen Moment, in dem Du nicht wusstest, was dein Hund gerade geschluckt hat.
Das soll sich im Alltag verändern
Du sollst nicht bei jedem Schnüffeln erschrecken müssen und dein Hund soll wissen, was er bei einem Fundstück tun kann.
Zu Hause klappt „Lass das“. Draußen ist das Fundstück trotzdem schneller.
Vielleicht habt ihr bereits mit Futter in der Hand geübt, besonders gute Tauschbelohnungen mitgenommen oder versucht, jeden Fund vor deinem Hund zu entdecken. Trotzdem nimmt er auf euren Spaziergängen weiterhin Dinge auf.
Du sagst „Lass das“ immer wieder.
Wenn dein Hund das Signal nur in leichteren Situationen gelernt hat, kann er es bei einem überraschenden Fundstück oft noch nicht umsetzen.
Du versuchst, das Fundstück herauszuholen.
Das kann im Notfall nötig sein. Manche Hunde beginnen dadurch aber schneller zu schlucken, wegzulaufen oder ihre Beute zu verteidigen.
Du hältst sofort ein besonders gutes Leckerchen hin.
Ein gut aufgebautes Ausgeben ist wichtig. Wenn dein Hund aber erst etwas aufnehmen muss, damit der Tausch beginnt, kann genau das Aufnehmen häufiger werden.
Du versuchst, jedes Fundstück zuerst zu sehen.
Management schützt und bleibt wichtig. Es kann aber nicht die einzige Sicherheit sein, weil niemand jeden Weg lückenlos absuchen kann.
Dein Hund braucht mehr als eine einzige Antwort auf Fressbares.
Wir bauen mehrere Strategien auf und verbinden sie zu einem alltagstauglichen Training. Welche davon für euch besonders wichtig sind, hängt davon ab, was dein Hund aufnimmt und wie er sich dabei verhält.
Erstgespräch
Wir besprechen, was dein Hund aufnimmt, wie häufig es passiert, welche gesundheitlichen Risiken bestehen und was ihr bisher versucht habt. Danach legen wir euren Einstieg fest.
Sichere Grundlagen aufbauen
Dein Hund lernt ein verlässliches Abwenden, ein Anzeigeverhalten und das freiwillige Ausgeben. Gleichzeitig klären wir, welches Management euch im Alltag schützt.
Mit vorbereiteten Fundstücken üben
Wir legen harmlose Trainingsgegenstände kontrolliert aus. So können wir Abstand, Wert und Sichtbarkeit anpassen, ohne deinen Hund unnötig in Gefahr zu bringen.
Auf eure Wege übertragen
Wir üben zunehmend alltagsnah. Du lernst, frühe Signale zu erkennen, passend zu reagieren und zu unterscheiden, wann Training möglich ist und wann Management Vorrang hat.
Wir bleiben an eurer Seite, während aus einzelnen Übungen ein verlässlicher Ablauf wird. Wenn dein Hund eine Strategie noch nicht nutzen kann, verändern wir die Schwierigkeit, den Aufbau oder die Belohnung und schauen gemeinsam, was ihm noch fehlt.
Wir legen nicht einfach Futter aus und schauen, ob dein Hund widersteht.
Wenn Du allein übst, musst Du gleichzeitig deinen Hund beobachten, die Leine halten, im richtigen Moment reagieren, belohnen und verhindern, dass das Trainingsfutter doch gefressen wird. Dabei bleiben kleine Veränderungen oft unbemerkt. Genau dort setzen wir an. Wir planen sichere Übungssituationen, beobachten die entscheidenden Details und erklären Dir, warum ein Schritt gelingt oder noch zu schwer ist. Damit Du später selbst erkennst, was dein Hund gerade braucht.
Wir schaffen Situationen, in denen wir wirklich beurteilen können, was dein Hund gelernt hat.
Wir wählen Fundstücke, Abstand und Ablenkung so, dass dein Hund eine echte Chance auf die richtige Entscheidung hat. Dabei sehen wir, ob er das Fundstück selbstständig anzeigt, auf Dein Signal reagiert oder nur darauf wartet, dass Du sichtbar ein Leckerchen bereithältst.
Du lernst, die ersten Veränderungen in seiner Körpersprache zu erkennen. Wir zeigen Dir, wann Du markern kannst, wann Unterstützung nötig ist und wann die Aufgabe noch zu schwer war. So kannst Du später draußen handeln, bevor das Fundstück im Maul verschwindet.
Wir bleiben dabei, wenn die erste Übung klappt und draußen die eigentlichen Fragen entstehen.
Der wichtige Teil passiert zwischen den Terminen. Vielleicht zeigt dein Hund Käse zuverlässig an, verschluckt Brot aber weiterhin sofort. Vielleicht reagiert er auf „Lass das“, solange Du stehen bleibst, aber nicht, wenn ihr in Bewegung seid. Solche Unterschiede sind kein gescheitertes Training. Sie zeigen uns, welcher Trainingsschritt noch fehlt.
Du musst nicht selbst erraten, warum es plötzlich nicht mehr klappt
Wir werten mit Dir aus, ob das Fundstück zu schwierig, der Abstand zu klein, Deine Reaktion zu spät oder die neue Umgebung noch zu aufregend war. Daraus entsteht der nächste konkrete Trainingsschritt.
Wir sehen auch das Training auf euren normalen Wegen
Über Deine Videos erkennen wir, ob dein Hund nur auf vorbereitete Übungen reagiert oder ob ihm die Strategie zunehmend bei echten Alltagssituationen zur Verfügung steht. Du bekommst Rückmeldung, bevor sich ungünstige Abläufe wiederholen.
Wir können den Aufbau verändern, ohne wieder bei null anzufangen
Wenn eine Strategie für deinen Hund nicht verständlich genug ist oder unerwünschte Nebenwirkungen entstehen, passen wir sie an. Die Begleitung gibt uns Zeit, Entwicklungen zu sehen und nicht nur die Leistung an einem einzelnen Termin zu bewerten.
Dieses Training ist für Hunde, die draußen nicht einfach an Fressbarem vorbeigehen.
Die Begleitung richtet sich an Mensch-Hund-Teams, bei denen das Aufnehmen von Fundstücken regelmäßig vorkommt, große Sorge auslöst oder bereits gesundheitliche Folgen hatte.
Die Begleitung passt zu euch, wenn
Ein anderer Weg passt besser, wenn
Nach dem Erstgespräch begleiten wir euch drei Monate lang.
Wenn ihr nach dem Erstgespräch mit uns weiterarbeiten möchtet, könnt ihr zwischen einer kompakten und einer intensiven Begleitung wählen. Beide laufen über drei Monate. Wir bieten das Anti-Giftköder-Training bewusst nicht als einzelne Folgestunde an, weil die einzelnen Strategien sorgfältig aufgebaut und auf unterschiedliche Fundstücke und Orte übertragen werden müssen.
Der gemeinsame Start: Erstgespräch
Wir besprechen, was dein Hund aufnimmt, wie schnell er dabei ist, welche Situationen besonders schwierig sind, was ihr bisher versucht habt und welche Absicherung aktuell nötig ist.
Anti-Giftköder-Begleitung kompakt
Für Teams, die zwischen den Terminen selbstständig üben und dabei regelmäßig Rückmeldung zum Aufbau und zum nächsten Trainingsschritt möchten.
- zwei Einzeltermine pro Monat
- WhatsApp Begleitung zwischen den Terminen
- Videoanalysen und persönliche Rückmeldung
- individuelle Übungsunterlagen und Trainingsvideos
Anti-Giftköder-Begleitung intensiv
Für Teams, die enger begleitet werden möchten, weil ihr Hund sehr häufig oder sehr schnell aufnimmt und mehrere Strategien parallel aufgebaut werden müssen.
- vier Einzeltermine pro Monat
- WhatsApp Begleitung zwischen den Terminen
- Videoanalysen und persönliche Rückmeldung
- individuelle Übungsunterlagen und Trainingsvideos
Das Erstgespräch wird einmalig berechnet. Die gewählte Begleitung läuft anschließend über drei Monate. Bei Training vor Ort können Fahrtkosten von 0,40 Euro pro Kilometer hinzukommen. Eine Verlängerung ist jederzeit möglich und wird vor dem Ende der Begleitung mit Dir besprochen.
Manche Alltagsthemen hängen eng miteinander zusammen.
Wenn dein Hund auf dem Weg zu Fundstücken stark zieht, sich draußen kaum an Dir orientiert oder ohne Leine nicht erreichbar ist, können diese Angebote ebenfalls zu euch passen.
Was Du vor dem Start wissen solltest.
Wenn Deine Frage nicht dabei ist, kannst Du sie direkt im Kontaktformular stellen. Beschreibe uns kurz, was dein Hund aufnimmt, wie häufig es passiert und was ihr bisher versucht habt.
Warum kann ich keine einzelne Stunde buchen?
Ein Signal kennenzulernen ist nicht dasselbe, wie es bei echten Fundstücken verlässlich anwenden zu können. Wir möchten Schwierigkeiten früh erkennen und die verschiedenen Strategien unter unterschiedlichen Bedingungen mit euch aufbauen.
Was lernt mein Hund im Training?
Je nach Ausgangslage trainieren wir Abwenden, Anzeigen, Orientierung und das freiwillige Ausgeben. Dazu kommt ein Managementplan für Situationen, die dein Hund noch nicht sicher bewältigen kann.
Muss mein Hund einen Maulkorb tragen?
Nicht jeder Hund braucht dauerhaft einen Maulkorb. Wenn das Risiko aktuell hoch ist, kann ein gut sitzender und positiv aufgebauter Maulkorb wichtige Sicherheit geben, während wir die anderen Fähigkeiten trainieren.
Was ist, wenn „Lass das“ zu Hause schon klappt?
Dann schauen wir, bei welchen Fundstücken, Abständen und Umgebungen das Signal noch schwierig wird. Wir steigern nicht alles gleichzeitig, sondern bauen die einzelnen Anforderungen kontrolliert auf.
Wie viel muss ich zwischen den Terminen üben?
Du bekommst Aufgaben, die in euren Alltag passen. Kurze, vorbereitete Wiederholungen sind meist hilfreicher als spontane Tests bei echten Fundstücken, deren Risiko und Wert wir nicht einschätzen können.
Was mache ich, wenn mein Hund etwas Gefährliches aufgenommen hat?
Bei einem konkreten Verdacht auf Gift oder einen gefährlichen Gegenstand ist das kein Trainingsmoment. Kontaktiere sofort eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst und befolge deren Anweisungen.
Gibt es nach dem Training hundertprozentige Sicherheit?
Nein. Kein Training kann garantieren, dass ein Hund niemals etwas Gefährliches aufnimmt. Wir verringern das Risiko, bauen mehrere verlässliche Handlungsmöglichkeiten auf und zeigen Dir, wie Training und Management sinnvoll zusammenspielen.
Kann die Begleitung verlängert werden?
Ja. Wenn ihr nach den drei Monaten weiter begleitet werden möchtet, könnt ihr die Zusammenarbeit verlängern. Wir besprechen rechtzeitig, wie es für euch sinnvoll weitergehen kann.
Macht ihr Fressbares absichtlich unangenehm?
Nein. Wir arbeiten gewaltfrei und über positive Verstärkung. Wir verwenden keine Schärfe, Bitterstoffe oder Schreckreize. Dein Hund soll verlässliche Alternativen lernen und nicht aus Angst vor möglichen Folgen auf Futter verzichten.
Im Kontaktformular kannst Du uns beschreiben, was dein Hund draußen aufnimmt.
Schreibe bitte dazu, wie häufig es passiert, ob dein Hund Fundstücke wieder abgibt, ob es bereits gesundheitliche Folgen gab und was ihr bisher versucht habt. Danach melden wir uns bei Dir und besprechen das Erstgespräch.